28. Juli 2016

Der Fischmarkt in der Kölner Altstadt

Direkt am Fuß von Groß St. Martin, zwischen Stapelhaus, Rhein und Buttermarkt/Mauthgasse liegt eine der, wie ich finde, schönsten Ecken der Kölner Altstadt. Der Fischmarkt.

Fischmarkt zwischen Groß St. Martin, Rhein und Stapelhaus
Hier ist es zwar, gerade bei schönem Wetter, alles andere als ruhig, aber man muss ja nicht unbedingt am Wochenende herkommen, wenn es die ganzen Touristen und feiernden Junggesellen und Gesellinnen in die Altstadt zieht.

5. Juni 2016

Unter Fettenhennen und die Geschichte des Tillmann Isenhaupt

Die Straße mit dem lustigen Namen „Unter Fettenhennen“ liegt zwischen dem Kardinal-Höffner-Platz (Kreuzblume am Dom) und dem Wallrafplatz. Die Hausnummer 11 ist die Adresse des Café Reichard, vielleicht ist das vielen eher ein Begriff.


Jedenfalls stammt der Name aus einer Zeit, als es in Köln noch keine Straßennamen gab. Im 15. Jh. stand hier ein Haus, das den Namen „zo der vetter hennen“ trug. Daneben befand sich eine Brothalle. Also ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass hier früher besonders fette Hennen herumliefen, die sich an den ganzen Brotkrumen satt gepickt haben.

 

Im 16. Jh. war diese Straße in Köln das Zentrum für Buchdruck und Buchhandel. Zu dieser Zeit soll sich auch die folgende Geschichte abgespielt haben:

28. März 2016

St. Gregorius im Elend - Kölns letzte Kirche in Privatbesitz


Die Elendskirche (Sankt Gregorius im Elend) steht in der Südstadt „An St. Katharinen“. Sie hat den Namen ihrem Standort zu verdanken. Im 14. Jh. befand sich an dieser Stelle der Elendsfriedhof, auf dem hauptsächlich die armen Bürger der Stadt aber auch Fremde, Selbstmörder und Nichtkatholiken beigesetzt wurden.


Gegen Ende des 16. Jh. nahm sich die Familie von Groote des Grundstücks an und lies dort eine Privatkapelle errichten.

2. Januar 2016

Gräber erzählen Geschichte(n) - Johann Christoph Winters

Das Grabmal eines Puppenspielers

Genau genommen handelt es sich um ein Denkmal und nicht um ein Grabmal, denn die genaue Stelle, an der Johann Christoph Winters beigesetzt wurde, ist nicht bekannt. 


Das Denkmal von Johann Christoph Winters auf Melaten

Geboren wurde Johann Christoph Winters 1772 in Bonn, wo er 1798 seine Schneiderlehre beendete. Das erste Mal mit Stockpuppen kam Winters während seiner Wanderjahre in Antwerpen in Berührung.  Zurück in der Heimat entwarf er dann seine eigenen Puppen und führte damit in der Vorweihnachtszeit Krippenspiele für Kinder auf. Gott sei Dank kam er dafür nach Köln. Wer weiß, wo Hänneschen und Bärbelchen sonst gelandet wären. 

9. Dezember 2015

Blick heben! Ja, sollte man öfter machen

Heute war ich in Sachen „Wenn der Weihnachtsmarkt erwacht“ unterwegs und „stolperte“ praktisch über diesen Schriftzug auf der Straße. Den habe ich zwar schon öfter gesehen, aber diesmal dachte ich: „Mensch an der Aussage ist echt was dran, macht man schließlich viel zu selten. Fotografier also mal!“ 

"Blick heben" 
Ein paar Schritte weiter kam mir dann der Gedanke: „Sag mal, bist du eigentlich blöd? Da steht „Blick heben“. Du überlegst auch noch, wie passend du diese Aufforderung findest und was machst du? Fotografierst und gehst weiter.“
-kopfschüttel-  
Also zurück. Blick gehoben. Wieder fotografiert. 

18. November 2015

Veedelherz zum runterladen ...

… und zwar mit den rechtsrheinischen StadtteilenJ

Warum ich das erwähne? 
Das war so: Vor einiger Zeit kam mir mal die Idee zu so einem Herz. Also habe ich erst einmal brav alle Stadtteile gesammelt und untereinandergeschrieben (damit ich auch ja keins vergesse, ne). Dann habe ich jedes einzeln in das Herz übertragen. Aaaber … irgendwie … sind die letzten Veedel der Liste auf die nächste Seite gerutscht und … nunja … eben nicht auf dem Herz gelandet.

Gestern ist mir das Veedelherz dann wieder über den Weg gelaufen und ich dachte: „Ach, stellst du das mal bei Facebook ein.“ Ausgerechnet dieser Post wurde dann auch in Rekordzeit geteilt und es dauerte natürlich nicht lange, bis die ersten Vermisstenmeldungen kamen. 

>>> Also, hier jetzt das Veedelherz mit allen 86 Stadtteilen von Köln. 

Das könnt ihr euch von mir aus runterladen, wieder löschen, durchs Web schicken, ausdrucken, an die Wand hängen, damit rumbasteln, links liegen lassen oder einfach durchsuchen, ob wirklich alle Stadtteile drauf sind J

 

26. Oktober 2015

Hansaplatz an der Gereonsmühle

Der Hansaplatz liegt zwischen Hansaring und dem Stück Stadtmauer an der Gereonsmühle und steht seit 1980 unter Denkmalschutz. 


Wenn ich jetzt mal ganz ehrlich bin, konnte ich mit diesem Platz überhaupt nichts anfangen. Ich hatte bis dato tatsächlich noch nie etwas von einem Hansaplatz in Köln gehört.  Liegt vielleicht daran, dass er ja eigentlich ein Park ist. Ein richtig großer Park sogar, weil er nämlich nahtlos in den Klingelpützpark übergeht.

1. Oktober 2015

Stadtgespräche: Beim Aldi an der Kasse


Im Aldi an der Kasse stand eine rüstige, ich würde mal grob schätzen, Mittsechzigerin.
Bei ihr war ein älterer Herr mit einem Gehwägelchen, der, wie ich im Laufe des Gesprächs heraushören konnte, ihr Vater war.
Der Herr legte fleißig die Einkaufssachen auf das Band, versperrte dabei allerdings mit seinem Wägelchen und dem Einkaufswagen seiner Tochter und auch einigen anderen Kunden den Weg.

Störte ihn aber nicht.

Sie: „Papa geh doch mal bitte aus dem Weg!“
Er: „Warum? Ich lege doch nur schon mal die Sachen auf das Band.“
Sie: „ Papa! Bitte! Du brauchst mir nicht zu helfen. Geh doch schon mal vor.“
Er: „ Was ist denn? Mach ich dir das nicht gut genug?“
Sie: „Doch, aber du stehst ein bisschen im Weg rum. Ich mache das schon.“

Der Herr ließ sich allerdings nicht beirren und  packte trotzdem munter weiter die Sachen auf das Band. Und was nicht direkt drauf passte, weil das Band gerade anhielt, wurde eben gestapelt.

Sie: „Papa nu warte! Das fällt doch runter! BITTE GEH DOCH SCHON MAL VOR!“
Er: „Da fällt nix! Ich bin doch nicht blöd! Meinst du, ich gehe heute das erste Mal einkaufen?  

In dem Moment dreht sich eine weitere ältere Dame um, grinst den Herrn an und sagt in so einem richtig herzlichen Kölsch:  

Jo, esu sin se … die Pänz. Häs de se eesch ens us däm Jröbste erus, danze se dir op dr Nas eröm.
(Ja, so sind sie … die Kinder. Hast du sie erstmal aus dem Gröbsten raus, tanzen sie dir auf der Nase herum.)

28. September 2015

St. Maria im Kapitol - beeindruckende Kirche mit zahlreichen Legenden

St. Maria im Kapitol ist die größte der 12 großen romanischen Kirchen in Köln. „Kapitol“ deswegen, weil hier früher (ganz früher) ein römischer Tempel stand und die Kirche auf dem Fundament dieses Tempels erbaut wurde. 
St. Maria im Kapitol in Köln

Ein Weg zu der Kirche führt durch das Dreikönigenpförtchen (Dreikünnijepöötzche). Es ist zwar geschichtlich nicht gesichert, dass Rainald von Dassel die Gebeine der Heiligen Drei Könige wirklich durch dieses Tor geschleppt hat, da die Gebeine aber zuerst in der Kirche St. Maria im Kapitol aufbewahrt wurden, besteht zumindest die Möglichkeit. Das reicht aber wohl für die Namensgebung.
Wie so vieles in Köln kommt auch das Dreikünnijepöötzche in einem Lied vor >>> Nor am Dreikünnijepöötzche
   

Dreikönigenpförtchen (Dreikünnijepöötzche) in Köln

Die Pforte (oder das Pförtchen) verbindet den Marienplatz mit dem Lichhof. Das Wort Lichhof kommt von Leichenhof. Hier war also früher ein Friedhof.

8. September 2015

Gräber erzählen Geschichte(n) - Grabstätte Oelbermann

Die Oelbermanns gehörten ihrerzeit zu den reichsten Familien Kölns. Unvergessen bleiben sie aber durch, vor allem Laura Oelbermanns, überaus großherzigem sozialem Engagement.


Grabstätte der Familie Oelbermann auf dem Melatenfriedhof in Köln

Die Grabstätte der Familie Oelbermann befindet sich auf  Feld 70 am Hauptweg MA (Mittelachse). Das ist der Hauptweg, der von der Trauerhalle an der Piusstraße abgeht. 
Das Grabmal ist leider im Krieg zerstört worden. Ursprünglich hatte der Engel noch zwei imposante Flügel. Aber ich finde es ist auch so schon ein eindrucksvolles Grabdenkmal.

Geboren wurde Laura Oelbermann 1846 als Laura Nickel im Herzen von Köln am Alter Markt. Ihr Vater war ein evangelischer Bürstenwarenhändler.