Immi oder Imi?

Ein Missverständnis, das immer wieder auftaucht

Heute möchte ich mal mit einem doch ziemlich verbreitetem Irrtum aufräumen. Eigentlich hätte ich gar nicht gedacht, dass dieser Begriff so häufig falsch gedeutet wird. Als ich aber die Tage in einer Buchhandlung war, und dort sogar auf einem Buch das Wort Immi gelesen habe, kam ich doch ins Grübeln.

Also habe ich mich einmal im WWW umgesehen und festgestellt, dass dieses Wort tatsächlich häufig falsch geschrieben wird. Jetzt wäre das ja nicht sooo schlimm. Allerdings kommt mit der falschen Schreibweise eben auch eine falsche Erklärung des Wortes einher. Fakt ist, wenn man wissen möchte, ob es Immi oder Imi heißt, muss man erst einmal wissen, was dieses Wort überhaupt bedeutet bzw. von welchem Wort es abstammt.

Also: „Imi“ kommt nicht von Immigrant. Ist also keiner, der nach Köln immigriert (eingewandert) ist. Folglich wird es auch nicht mit 2 „m“ geschrieben. Das Wort Imi ist die Abkürzung für einen imitierten, also einen nachgemachten Kölner.

Das sagt KölnWiki über den Imi

Wichtig ist auch, dass der Begriff "Imi" auf keinen Fall negativ gemeint ist. Im Gegenteil. Die Kölner mögen ihre Imis. Schließlich haben diese sich ja dazu entschlossen, in der schönsten Stadt der Welt zu leben. Übertrieben? Ich weiß! Ävver esu sin mer J

Es gibt da übrigens so einen Test, der einen imitierten Kölner einwandfrei entlarven soll:


Kommentare:

  1. Hallo Monika, deine Erklärung zu "IMI" ist absolut korrekt.
    So kenne ich es auch schon seit meiner Jugend un do jov et noch kei "Wiki".
    Die wessen dat nämmlisch alles vunn mir ;))
    Ävver, du erinnerst dich sescher och noch draahn,
    in minger Kinderzick jov et "IMI" och als Putzmeddel für d'r Lokus.
    Un för "hartnäckige Verschmutzungen" wie m'r esu sääht.
    Dat wor esu wiß stöbbisch Züsch.

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    1. Und ich habe mich schon gewundert, woher "Wiki" sein ganzes Wissen hat :) Mit dem Putzmittel konnte ich leider nichts anfangen, aaaaber ich habe es gegoogelt. Jetzt weiß ich Bescheid.
      Sende Dir viele Grüße aus Ehrenfeld

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  2. Im normalen Umgang(-ston)würde kein Kölner sagen: imitierte Kölsche.
    Insofern halt ich das für ein Kunstwort aus dem Karnevalsschlager von Jupp Schlösser.
    Normalerweise wurden die zugereisten als Pimock bezeichnet. Das ist so derb, wie der Kölner nun mal ist :-)
    Nun waren das nach dem Krieg ziemlich viele und der unschöne Begriff wurde durch Immi (sehr wohl für Immigrant, oder in der englisch oder amerikanisch besetzten Zone immigrants) ersetzt und im Lied von Jupp Schlösser nochmals umgedeutet in den imitierten Kölsche, der nach Köln zugewandert ist und sich dort mit der Stadt und der Sprache wohl fühlt.

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    1. Vielen Dank für die Ergänzung bzw. die Aufklärung. Ich kannte den Imi tatsächlich immer nur als imitierten Kölschen und mir hat die Erklärung, dass ein Zugezogener den Kölschen imitiert, weil ihm die Lebensweise so gut gefällt, auch immer gut gefallen (ja ich weiß, aber da schlägt nun mal mein kölsches Herz ;)) aber man lernt ja nie aus.
      Akzeptiere also ab sofort den Imi und den Immi :)

      Viele Grüße und danke für den Besuch
      Monika

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  3. Hallo, Monika! Heute habe ich eine Frau in der Deutschen Welle gesehen, die darüber gesprochen hat. "Imi" ist ein/e Deutscher/in, der aus einer anderen Stadt kommt und "Immi" ist ein Immigrant aus einem anderen Land. Ich weiß es nicht, ob das richtig ist, aber das finde ich interessant (:

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