Fort X im Agnesviertel - wunderschöner Park mit traumhaftem Rosengarten

Das Fort X im Agnesviertel war, genau wie das Fort I in der Südstadt, Teil des inneren preußischen Festungsrings. Nach der Schleifung hat man auch hier einen Teil der Mauern erhalten und in einen Park mit einbezogen.

Rosengarten im Fort X
Das absolute Highlight dieses Forts ist der Rosengarten und durch den machen wir jetzt einen kleinen Spaziergang.  


Zwischen den Mauern des alten Fort X
Da sich der Rosengarten praktisch auf dem Dach des Forts befindet, muss man erst einmal ein Stückchen bergauf gehen.


Aufstieg zum Rosengarten

Die Gestaltung des Parks war, wie so oft damals, das Werk des Gartenarchitekten Fritz Encke. Also ich muss ja sagen, der hatte es echt drauf.


Rosenbeete im Park

Der Rosengarten selber wurde auf Anregung Konrad Adenauers angelegt.

 


2013 wurde der Park das letzte Mal komplett neu saniert. Seitdem gibt es hier mehr als 70 Rosensorten zu bewundern. 

Rosen soweit das Auge reicht

Ein ganz besonders romantisches Eckchen ist der historische Pavillon, der im Rahmen der Neusanierung ebenfalls wieder instand gesetzt wurde.

Rosenpavillon im Fort X 
2008 ist der gesamte Park rund um das Fort, inklusive Rosengarten, in Hilde-Domin-Park umbenannt worden. Die Lyrikerin Hilde Domin kam 1909 ganz in der Nähe des Parks, in der Riehler Str. 23, auf die Welt. Und da eins ihrer bekanntesten Gedichte den Titel „Nur eine Rose als Stütze“ trägt, passt das wunderbar.




Zurück geht es dann wieder an den Mauern des alten Forts entlang.

Zwischen den Mauern des alten Forts
Überall Rosen im Fort X
Die Öffnungszeiten, auf dem Bild wohl nicht so gut zu erkennen, sind von Montag bis Freitag von 7.00 bis 20.00 Uhr und am Wochenende und an Feiertagen von 9.00 bis 20.00 Uhr.

Eingang zum Rosengarten
Ich empfehle übrigens, die Anlage früh genug zu verlassen, wenn man nicht gerade ein „Bett im Rosenbeet“ anstrebt J  >>>  Artikel im Express: Feuerwehr befreit Pärchen aus Rosengarten




Es bleibt vielleicht noch zu erwähnen, dass das „X“ in „Fort X“ kein „X“, sondern eine römische 10 ist. 
Die Forts hatten, bzw. haben, zwar alle einen Namen, wurden aber später einfach mit römischen Ziffern durchnummeriert. 
Von den ehemals 11 Forts, die linksrheinisch gebaut wurden und zum inneren Festungsring gehörten, sind heute nur vier, zumindest zum Teil, noch erhalten.

Fort I - am Oberländer Wall (Friedenspark)
Fort IV - Eifelstraße (Volksgarten)
Fort V - Zülpicher Straße (nur noch das Kernwerk erhalten)
Fort X -  Neusser Wall

Wer sich für die Geschichte der Kölner Stadtbefestigungen interessiert und mehr darüber erfahren möchte, dem empfehle ich die Seiten fortis-colonia.de und luftfahrtarchiv-koeln.de  


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